Zwischen Kunst und Design

Ping – Pong

Mal ganz grob: Mit einem auf ein Ziel gerichteten Design erfüllen wir eine konkrete Gestaltungsaufgabe. Mit einem zweckfreien künstlerischen Vorgehen erweitern wir unsere Möglichkeiten.

Um etwas Konkretes zu gestalten, braucht es ein klares und direktes Vorgehen. Ein Smartphone zum Beispiel wird gerne genutzt, wenn es für den Anwender übersichtlich, funktional und ästhetisch ist. Hier braucht es für den Entwurf des Gerätes dann ein präzieses Design – Ziel, das die Konstrukteure ohne Umwege erreichen wollen. Überlegen, kalkulieren, entwerfe. herstellen. Wenn das Teil am Ende reibungslos funktioniert, ist die Aufgabe erfüllt. Punkt. Fertig!

Wozu braucht es dann aber diese Kunst?
Der künstlerische Prozess unterordnet sich nicht einem festgelegten Ziel. Kunst bleibt – wenn’s gut geht – zweckfrei. Dadurch können durch künstlerische Strategien neue Sichtweisen, Fragen und Ideen entstehen. Mehr noch: In der Kunst können wir frei spielen, mit unterschiedlichen Medien spielen,Tabus übertreten, experimentieren und – wir dürfen hier auch endlich dem absurden oder ungewohnten Fremden offen begegnen. Und dies wird für uns alle überlebenswichtig.

Die Arbeit in der Kunst bietet als Ergänzung für unsere kreative Gestaltung eine weitere wertvolle Qualität: In der Kunst erwacht eine kreative Unruhe und eine fruchtbare Un – Eindeutigkeit. Allein dadurch ergibt sich ein größerer Freiraum für neue Ideen.

Also, verdammt: Bezahlt eure Künstler:innen ordentlich!