Eine lohdernde Fratze

Drei Sätze, die bleiben

Der Klimawandel entzündet kein einziges Feuer. Aber er sorgt dafür, dass immer mehr Landschaften öfter und länger brennbar sind, auch dort, wo man sich bislang sicher fühlte. Und dass Forschende über die richtige Methode streiten, macht die Wissenschaft nicht schwächer, im Gegenteil.

Was wir tun kÖnnen?

Zündquellen ernst nehmen. Aufklärung bei hoher Waldbrandgefahr, bessere Überwachung gefährdeter Gebiete, schnelle Ermittlungen bei Brandstiftungsverdacht.

Wälder widerstandsfähiger machen. Naturnahe Mischwälder speichern mehr Feuchtigkeit und brennen schwerer als Nadelholz-Monokulturen, ein Umbau, der auch für den Pfälzerwald relevant bleibt. Liegen gelassenes Totholz kühlt zudem den Waldboden, auch wenn genau dieses Totholz 2022 im Harz die Löscharbeiten erschwerte, ein Balanceakt für kluges Waldmanagement.

Löschkapazitäten anpassen. Feuerwehren, Löschflugzeuge und Frühwarnsysteme müssen mitwachsen, auch dort, wo Großbrände bislang selten waren.

Verbrenner in jeder Form abschaffen. Klimagase heizen die Erde auf, mehr Feuerwetter erzeugt beim Brennen wiederum neue Klimagase, eine Feedback-Schleife. Wer sie durchbrechen will, kommt an der Wurzel nicht vorbei:

Kohle – die dreckigste Sache am Energiemix – kann getrost Wind und Sonne das Feld überlassen

Öl – für Motoren, Heizungen und halbe Chemiefabriken – hat mit E-Autos und Wärmepumpen längst Konkurrenz bekommen

Gas – gern als harmloser Übergangspartner verkauft, ist aber genauso fossil – lässt sich durch grünen Wasserstoff und Ökostrom ersetzen

und die stillen Klimasünder wie Methan aus Ställen und undichten Leitungen – lassen sich mit dichteren Anlagen und anderer Tierhaltung zähmen