Wissen erweist sich in seiner höchsten begrifflichen Verdichtung als eine historisch situierte, epistemisch regulierte und zugleich kulturell codierte Form der Weltaneignung, in der sich Subjektivität, Methodik und intersubjektive Überprüfbarkeit miteinander verschränken. Es ist nicht lediglich ein Vorrat an Aussagen über Wirklichkeit, sondern ein komplexer Prozess der Hervorbringung, Legitimation und Revision von Wahrheitshorizonten, durch den der Mensch seine Existenz intellektuell organisiert und seine Stellung im Gefüge von Erfahrung, Sprache und Erkenntnis reflektiert. Quellen: Platon, Theaitetos; Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft; Stanford Encyclopedia of Philosophy, „Epistemology“.
