Empirie bezeichnet die Gewinnung von Wissen durch systematische Beobachtung, Erfahrung und Experimente – also durch die direkte Auseinandersetzung mit der wahrnehmbaren Welt.
Der Begriff kommt vom griechischen “empeiria” (Erfahrung) und steht im Gegensatz zu rein theoretischem oder spekulativem Wissen. In der Wissenschaft bedeutet empirisches Arbeiten, dass Aussagen und Theorien durch überprüfbare Daten belegt werden müssen.
Beispiele für empirische Methoden sind:
- Experimente im Labor
- Umfragen und Befragungen
- Beobachtungen in natürlichen Umgebungen
- Messungen und Datenerhebungen
Die Empirie ist das Fundament der modernen Naturwissenschaften und auch vieler Sozialwissenschaften. Eine empirische Herangehensweise fordert, dass Behauptungen nicht nur logisch schlüssig sein müssen, sondern auch durch Fakten aus der realen Welt gestützt werden.
Der Empirismus als philosophische Strömung (vertreten etwa durch John Locke, David Hume) geht sogar noch weiter und behauptet, dass alle Erkenntnis letztlich aus Sinneserfahrung stammt.
