Aristoteles

Der Mann, der alles wissen wollte

Er beobachtete Tintenfische. Er sezierte Hühnerembryonen. Er fragte, warum der Himmel blau ist – und warum Menschen in Gemeinschaft leben wollen. Aristoteles, geboren 384 vor Christus in Stageira, einer Kleinstadt im Norden Griechenlands, war vielleicht der neugierigste Mensch, den die Geschichte kennt.

Mit siebzehn kam er nach Athen, in Platons Akademie. Zwanzig Jahre blieb er dort – als Schüler, dann als Lehrer. Als Platon starb und ein anderer die Leitung der Akademie übernahm, zog Aristoteles weiter. Er reiste, heiratete, beobachtete Meerestiere an der Küste Kleinasiens. Dann rief ihn König Philipp II. von Makedonien: Er sollte dessen Sohn unterrichten. Der Sohn hieß Alexander. Geschichte kennt ihn als den Großen.