Atemfrequenzen

Überblick bekannter Techniken
Anwendung auf eigene Gefahr /
nach ärztlicher Abklärung

Ruheatmung spontan, unbewusst
Rhythmus4 / 4
Frequenz12–16 / min
Einatmen3–4 Sek.
Ausatmen3–4 Sek.
neutral Basisversorgung, kein aktiver Einfluss auf das Nervensystem
Kohärentes Atmen Resonanzatmung, HRV
Rhythmus6 / 6
Frequenz5 / min
Einatmen6 Sek.
Ausatmen6 Sek.
beruhigend HRV steigt, Parasympathikus dominiert, emotionale Ausgeglichenheit
Box Breathing 4-4-4-4, Navy SEALs
Rhythmus4/4/4/4
Frequenz~4 / min
Einatmen4 Sek.
Ausatmen4 Sek.
beruhigend Fokus steigt, CO₂-Toleranz verbessert, gut bei akutem Stress
4-7-8 nach Weil Vagusstimulation
Rhythmus4 / 7 / 8
Frequenz~3 / min
Einatmen4 Sek.
Ausatmen8 Sek.
stark beruhigend Einschlafhilfe, Angstreduktion, Blutdruck sinkt kurzzeitig
Zyklisches Seufzen Cyclic Sighing, Stanford 2023
RhythmusEin+Ein /
lang aus
Frequenz4–6 / min
Einatmen2+1 Sek.
doppelt
Ausatmen6–8 Sek.
lang, passiv
wissenschaftlich belegt Schnellste Stressreduktion in Stanford-Studie — übertrifft Meditation, kollabierte Lungenbläschen öffnen sich, sofort wirksam
Papworth-Methode Zwerchfellatmung, klinisch, England
Rhythmussanft,
fließend
Frequenz8–12 / min
Einatmen3–4 Sek.
Nase, Bauch
Ausatmen3–4 Sek.
passiv
wissenschaftlich belegt Asthmasymptome um ein Drittel reduziert, Überatmung kontrolliert — entwickelt im Papworth Hospital, Cambridge
Sudarshan Kriya rhythmisches Atmen, Art of Living, Indien
Rhythmuslangsam,
mittel, schnell
Frequenz2–20 / min
Einatmenvariabel
3 Phasen
Ausatmenvariabel
3 Phasen
wissenschaftlich belegt NK-Zellen steigen, Cortisol sinkt, Depressionen und PTSD reduziert — vielfach in Peer-Review-Studien belegt, u.a. JAMA 2024
Nadi Shodhana Wechselatmung, Pranayama, Indien
Rhythmus4 / 4 / 4
Frequenz6–8 / min
Einatmen4 Sek.
Ausatmen4 Sek.
ausgleichend Gehirnhälften synchronisiert, mentale Klarheit, Gedankenberuhigung
Kapalabhati Feueratmung, Pranayama, Indien
Rhythmus0,5 / 0,5
Frequenz60–120 / min
Einatmen~0,5 Sek.
Ausatmen~0,5 Sek.
aktiv
aktivierend Energie steigt, Wärme im Körper, Wachheit — morgens ideal
Tummo inneres Feuer, Tibet, Buddhismus
Rhythmuskräftig /
Halt / langsam
Frequenz8–12 / min
Einatmen3–4 Sek.
kräftig
Ausatmen4–6 Sek.
langsam
stark aktivierend Körpertemperatur messbar erhöht, Immunsystem aktiviert — Harvard-Studie 1982 bestätigt +8°C Körperkerntemperatur
Qigong-Atmung Bauch- und Zwerchfellatmung, China
Rhythmussanft,
fließend
Frequenz5–8 / min
Einatmen4–6 Sek.
Bauch
Ausatmen4–6 Sek.
passiv
beruhigend Qi-Fluss harmonisiert, Lymphe mobilisiert, Stressabbau — Teil jahrtausendealter TCM-Tradition
San-Heiltanz-Atmung Südafrika, Kalahari, indigene Tradition
RhythmusTrommel,
rhythmisch
Frequenz20–40 / min
Einatmen1–2 Sek.
tief
Ausatmen1–2 Sek.
aktiv
spirituell Trancezustand durch Tanz und Atemrhythmus, Gemeinschaftsheilung — eines der ältesten Heilrituale der Menschheit
Schamanisches Atmen Amazonas, Südamerika, indigene Tradition
Rhythmuszirkulär,
rituell
Frequenz15–30 / min
Einatmen~2 Sek.
tief
Ausatmen~2 Sek.
aktiv
spirituell Visionäre Zustände, Traumaheilung — in Kombination mit Gesang, Trommeln und Ritualpflanzen praktiziert
Wim-Hof 30–40 Zyklen plus Atemanhalt
Rhythmus2 / — / 1
Frequenz25–40 / min
Einatmen~2 Sek.
Ausatmen~1 Sek.
passiv
stark aktivierend Adrenalin steigt, Kribbeln, Immunsystem-Aktivierung wissenschaftlich belegt
Buteyko-Methode reduzierte Atmung, Konstantin Buteyko
Rhythmusleise / Pause /
leise
Frequenz6–10 / min
Einatmen2–3 Sek.
reduziert
Ausatmen3–4 Sek.
plus Pause
heilend CO₂-Toleranz steigt, Asthmasymptome reduziert, Schlaf verbessert — Ziel ist möglichst wenig Atemvolumen
Rebirthing verbundene Atmung, Leonard Orr
Rhythmuszirkulär,
ohne Pause
Frequenz20–30 / min
Einatmen~2 Sek.
aktiv
Ausatmen1–2 Sek.
passiv
tiefgreifend Emotionale Blockaden lösen, unbewusste Erinnerungen zugänglich machen — nur mit erfahrener Begleitung
Transformational Breath Dr. Judith Kravitz
Rhythmusoffen,
fließend
Frequenz20–30 / min
Einatmen~2 Sek.
Mund offen
Ausatmen1–2 Sek.
passiv
tiefgreifend Pranayama, Körperdruckpunkte und Klang kombiniert — emotionale und körperliche Heilung, intensive Reaktionen möglich
Holotropes Atmen Grof, nur mit zertifizierter Begleitung
Rhythmustief / passiv
Frequenz20–35 / min
Einatmen2–3 Sek.
Ausatmen1–2 Sek.
passiv
tiefgreifend Veränderter Bewusstseinszustand, emotionale Entladung, biografische Inhalte
Hyperventilation unkontrolliert, Panik
Rhythmus0,7 / 0,7
Frequenz30–60+ / min
Einatmen0,5–1 Sek.
Ausatmen0,5–1 Sek.
flach
destabilisierend Panik verstärkt sich, Schwindel, Kribbeln — kein steuerbarer Rhythmus
wissenschaftlich belegt
beruhigend
aktivierend
tiefgreifend
heilend
spirituell
neutral
destabilisierend