Junk in, junk out

auch: garbage in, garbage out – heißt: Wenn die Eingangsdaten oder Voraussetzungen schlecht, falsch oder unsauber sind, kann auch das Ergebnis nur schlecht sein – egal wie gut das System oder der Prozess dazwischen ist. Stammt ursprünglich aus der Informatik, wird aber längst überall angewendet, wo Qualität am Anfang über Qualität am Ende entscheidet.

Die beiden englischen Begriffe unterscheiden sich deutlich in ihrer Bedeutung:

Garbage: Müll, Abfall, Unrat

wertlose oder fehlerhafte Daten (in der Informatik)

Beispiel:
Garbage In, Garbage Out = Müll rein, Müll raus oder sinngemäß Fehlerhafte Eingaben führen zu fehlerhaften Ergebnissen.

Junk: Gerümpel, Schrott, Ramsch, Krempel, wertloses Zeug

umgangssprachlich auch: Unsinn

Beispiele:

  • junk mail = Werbepost / Spam
  • junk food = Fast Food / ungesundes Essen
  • junk data = unbrauchbare Daten

Der Unterschied:

  • Garbage bezeichnet eher Müll oder Abfall, der entsorgt wird.
  • Junk bezeichnet eher wertloses oder minderwertiges Zeug, das zwar noch existiert, aber kaum Nutzen hat.

Für den bekannten Informatik-Grundsatz ist Garbage In, Garbage Out die historisch und fachlich korrekte Form.
Junk In, Junk Out ist eine spätere, umgangssprachliche Abwandlung, die zwar verständlich ist, aber deutlich seltener verwendet wird.

… und dann gibt es noch:

“Shit In, Shit Out” ist eine umgangssprachliche, derbe Abwandlung.

Sinngemäß bedeutet es:

Mist rein, Mist raus.

Oder etwas freier:

Wer schlechte Informationen eingibt, bekommt schlechte Ergebnisse.

Die Formulierung ist prägnant und einprägsam, wirkt aber bewusst provokant und ist für formelle Texte oder wissenschaftliche Kontexte eher ungeeignet. Für Kolumnen, Vorträge oder pointierte Kommentare kann sie hingegen stilistisch gut funktionieren.