Künstliche Intelligenz: Halluzinationen

Übrigens: Halluzinationen gibt es auch beim Menschen!

Diese Formen wird in der Psychologie und Psychiatrie oft nach Sinnesmodalität eingeteilt – also danach, in welchem Wahrnehmungsbereich sie auftreten:

Akustische Halluzinationen – Stimmenhören oder Geräusche, die nicht da sind. Beispiel: Jemand hört, wie ihn eine unsichtbare Person beim Namen ruft.

Visuelle Halluzinationen – Bilder, Lichtblitze oder Gestalten sehen, die real nicht vorhanden sind. Beispiel: Eine Patientin sieht eine Katze auf dem Tisch sitzen, obwohl dort keine ist.

Olfaktorische Halluzinationen – Riechen von Gerüchen ohne reale Quelle. Beispiel: Ein Mann nimmt den Geruch von Rauch wahr, obwohl kein Feuer da ist.

Gustatorische Halluzinationen – Geschmackswahrnehmungen ohne entsprechenden Reiz. Beispiel: Eine Frau schmeckt plötzlich Metall im Mund, obwohl sie nichts gegessen hat.

Taktile (haptische) Halluzinationen – Körperliche Berührungs- oder Bewegungsempfindungen ohne Ursache. Beispiel: Das Gefühl, dass Insekten über die Haut krabbeln („Formikationshalluzination“).

Es gibt auch komplexe Halluzinationsformen, wie die körperschematischen Halluzinationen (Verzerrung der eigenen Körperwahrnehmung) oder funktionale Halluzinationen (ein realer Reiz löst gleichzeitig eine Halluzination aus, etwa: Beim Hören des Wasserrauschens in der Dusche erscheinen zusätzlich „eingeblendete“ Stimmen).