Tanzende Medien?

Ein Medium ist etwas, das sich in einer Mitte bewegt um zu vermitteln und zu verbinden.
Medien dienen der Vermittlung und ermöglichen so eine Kommunikation.

Es sind aber nicht nur die digitalen und analogen Medien, also Print und Radio, Fernsehen und Internet, die diese Mittlerrolle einnehmen. Gedanken und Gefühle, Objekte und Pflanzen, Gegenstände und Flüssigkeiten, natürlich auch Pflanzen und Tiere können eine mediale Rolle erfüllen. Auch Steine und Mineralien, Metalle und Gase, Bewegungen, Farben, Klänge und Geräusche, Ideen, Konzepte und Fragen …

Ja klar, ein Holzbrett kann „erzählen“ : Die Jahresringe zeugen von Vegetationsperioden, kalten und warmen Jahreszeiten. Ereignisse im Leben eines Baumes. Das Holzbrett ist somit Zeitzeuge und Mittler zwischen den Ereignissen.


Natürlich sind auch Menschen Medien. Und zwar ausnahmslos jeder Mensch. Jeder Mensch vermittelt und verbindet mit jedem Atemzug. Bekannte und fremde Welten begegnen sich durch jedes individuelle Fühlen, mit jedem Gedanken, durch jede Bewegung.

Jede Bewegung führ zum Tanz. Einem Tanz, bei dem wir Muster erkennen können, rhythmische und arhythmische, ungereimte und zufällige. Wir tanzen alle. Um und durch Personen. Um und durch Illusionen und Gewissheiten. Gefangen in einem einfältigen einengenden Egotunnel wagen wir das Spiel mit unseren Ich-Grenzen.

medientanz ist ein offenes Experimentierfeld für Medien, Gedanken, Personen, Raum und Bewegung. Es nährt sich von Chaos und Zufall, Widersprüchlichkeit und Eigenartigem. In einem fortlaufenden Prozess entstehen Klänge und Performance – Clips mit skurrilen und schrägen Szenen.

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