Zuhören! Ein Werkzeugkasten für Unterwegs
Du sitzt am Familientisch. unter Kollegen, Geburtstag, irgendein Anlass, bei dem alle da sind. Und dann sagt jemand diesen einen, verschwurbelten Satz zum Klimawandel. Oder zur Rente. Oder zur Migration. Fern von allen Fakten. Weit entfernt von deinen gesellschaftlien Haltungen. Du weißt sofort: Jetzt wird es eng. Die Stimmung wird grau. Die Fronten sind längst klar, bevor überhaupt ein Argument gefallen ist. Jeder hat seine Seite, jeder wartet nur darauf, dass der andere aufhört zu reden. Genau davon soll es hier handeln. Nicht davon, wer recht hat. Sondern davon, wie man überhaupt wieder ins Gespräch kommt. Es geht hier nicht um rhetorische Tricks, um sprachliche Manipulation. Nur ein etwas anderer Blick auf ein altes Problem. Und sieben einfache Handgriffe, die eventuell helfen. 1. Ohne Fronten Am Familientisch ist es so leicht, jemanden zum Gegner zu machen. Die Politik. Die andere Generation. Der Onkel mit der lauten Meinung. Und ja, das schweißt kurz zusammen – die einen gegen die anderen. Aber wer zum Gegner erklärt wird, hört auf zuzuhören. Am Ende reden nur noch die miteinander, die sowieso einer Meinung sind. Besser ist die Frage: Was wollen wir eigentlich beide? Der Onkel und du wollt vermutlich beide eine gute Zukunft für die Kinder am Tisch. Nur der Weg dahin sieht in euren Köpfen anders aus. Das ist keine Kluft. Das ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt. 2. Der TüröffnerStell dir vor, jemand beginnt das Gespräch mit einer Zahl. „Die Temperatur ist seit 1880 um 1,2 Grad gestiegen.” Alle nicken höflich und denken schnell an etwas anderes. Zahlen öffnen […]
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