Was nützen Klimamodelle?

Eder globale Konsens im Rückblick

Die wissenschaftliche Überprüfung historischer Klimamodelle ist heute kein theoretisches Lippenbekenntnis mehr, sondern ein eigenständiges, datenasiertes Forschungsfeld. Wenn man die Arbeit der vergangenen 50 Jahre analysiert, zeigt sich eine bemerkenswerte Leistung der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft. Forschergruppen aus westlichen, asiatischen und afrikanischen Institutionen haben unabhängig voneinander und über politische sowie weltanschauliche Grenzen hinweg historische Computersimulationen mit realen Messdaten abgeglichen. Dieser globale Rückblick widerlegt das Narrativ einer unzuverlässigen oder interessengeleiteten Modellandschaft. Die Analysen zeigen im Gegenteil, dass die grundlegenden physikalischen Berechnungen eine fundamentale Treffsicherheit besitzen, während Abweichungen primär dort entstehen, wo das menschliche Verhalten unvorhersehbar war oder wo die Natur eine unerwartet hohe Dynamik bei Extremereignissen entfaltet.