Axel Foss treibt vor allem eine Furcht: dass die Zeit davonläuft. Er gibt Europa etwa zwei Jahre, bevor der Kontinent zur “digitalen Kolonie” werde – eine fast apokalyptische Deadline, mit der er selbst hadert, aber irgenwie daran festhält. Deshalb sein Credo: radikaler Umbau statt Perfektionismus, denn “wir können nicht zu hundert Prozent die Schönheit der Welt haben werden”.
Konsequent, aber auch widersprüchlich wird er bei der Energiefrage, wenn er offen für “kleine” Atomkraftwerke und Gaskraftwerke plädiert, obwohl er weiß, wie unpopulär das in Deutschland klingt – ohne bezahlbare Energie sieht er schlicht keine Wettbewerbsfähigkeit.
Seine konkrete Vision: ein staatlich finanziertes, top-down entwickeltes europäisches KI-Modell, das dem Mittelstand zur Weiterverwendung überlassen wird, flankiert von einer souveränen Cloud und einer ernstgenommenen Cyberabwehr.
