1. Neutral
Der „Neuer Realismus“ ist eine zeitgenössische philosophische Strömung, die betont, dass die Welt und ihre Dinge unabhängig von unserem Denken oder Sprechen existieren. Begründer wie Markus Gabriel und Maurizio Ferraris wenden sich damit gegen radikale Konstruktivismen und den postmodernen Relativismus. Sie knüpfen an ältere realistische Traditionen an, ohne in naiven Positivismus zurückzufallen. Parallel trägt derselbe Begriff historisch auch eine Kunstrichtung der 1960er Jahre („Nouveau Réalisme“), die Alltagsobjekte in die Kunst holte. Kerngedanke bleibt: Wirklichkeit ist keine bloße Erfindung des Bewusstseins.
