
Hallo,
ich bin Thomas Schmenger. Medientanz ist mein Versuchslabor – ein offener Denk- und Experimentierraum, in dem Ideen zusammenkommen, die sonst meist in getrennten Welten zu Hause sind: Kunst und Wissenschaft, Design und Philosophie, digitale Codes und analoge Natur. Mich interessieren die Zwischenräume, die Übergänge, die Momente, in denen Gestaltungsideen zusammenkommen, interessante Begegnungen entstehen, vielleicht sogar etwas ins Rutschen kommt und plötzlich Neues aufblüht. Ich sammle dazu Ideen, spiele damit, nutze dabei aktuelle digitale und analoge Werkzeuge. Dabei stelle ich mir Fragen und versuche, offen zu bleiben… Versuche, so gut es geht, in dieser komplexen und komplizierten Welt zu begreifen.
Begonnen hab ich vor einigen Jahrzehnten mit den Mitteln der Kunst. Mit: Viele große Leinwände aufspannen, Farben anrühren. Blaues, rotes und gelbes Auftragen. Zurücktreten und schauen, ob es passt. Inzwischen arbeite ich mit vielen Mitteln. Auch mit Klängen, Ideen, Texten, Bewegung …
Medientanz. Der Name ist spielerisches Programm.
„Medien” steht für Begegnung, Information, Vermittlung – mit allem, was zwischen uns und der Welt liegt.
„Tanz” steht für unbekümmerte Bewegung, interessanter Zufall, Rhythmus und das Unvorhersehbare.
Medientanz spielt in dem Raum zwischen dem, was wir wissen, und dem, was uns alle überraschen kann: Zwischen Ordnung, Reibung und Offenheit. Zwischen System und Spiel. Versuch und Irrtum.
Ich wildere dazu gerne in den vielen Bereichen herum, die um uns herumschwirren, um kleine Ideenbausteine zu fischen. Und merke dabei immer mehr: Es gibt doch viel zum Staunen. Viel zu lernen. Und bei all diesem grausamen Lärm um uns herum auch Hoffnung.

Ausnahmslos jeder Mensch ist ein wirkungsvolles Medium. Wir atmen alle ein und aus und verändern dadurch. Wir erzeugen alle als Verbindungswesen Resonanz in unserem Lebensraum. Wir wirken zwischen innen und außen, zwischen uns und der Welt. Wir nehmen auf und geben weiter. Und oft wirkungsvoller, als wir ahnen. Manche verändern, ohne es zu merken. Manche zerstören unbarmherzig und mutwillig, dann entsteht neues mit Herz, Mut und Wille.
Tanz steht für freie Bewegung im Denken. Für eine kreative Ausdrucksform, die nicht festnagelt, sondern ausprobiert, verschiebt, stolpert, neu kombiniert. Tanzen heißt hier auch: nicht um Eigenes kreisen, sondern nach außen offen werden.
Mich treibt die Frage um, wie wir zwischen analoger Natur und digitaler Technik klüger leben können. Ob die von Menschen unvorsichtig gefütterte künstliche Intelligenz uns hilft – oder ob aus unserem digitalen Werkzeug ein Monster wird, das uns eines Tages überrollt – und wie wir in jedem Moment unsere Zukunft gestalten.
Medientanz ist dafür ein Spielraum. Neugierig, mit Lust auf Reibung und mit Liebe zum Zufall.
Eine Einladung, gemeinsam zu denken, Fragen zu stellen, zu zweifeln und immer wieder neu zu beginnen. Herzlich willkommen im Spielraum!












