Thomas Schmenger

Thomas Schmenger lebt als Künstler und Designer in Landau/ Pfalz. Mit einem multimedialen Konzept untersucht er die Spielräume von Design, Philosophie, Kunst und Wissenschaft.

Resonanzraum

Resonanzraum als Gegenmittel zur Entfremdung.Ein Resonanzraum ist zunächst die Antwort auf eine Moderne, die vieles verfügbar macht, aber immer weniger wirklich berührt. Hartmut Rosa beschreibt Resonanz als eine lebendige Weltbeziehung, in der Menschen sich anrufen lassen und zugleich selbst wirksam antworten können. Wo diese Beziehung abreißt, wächst nicht nur Müdigkeit, sondern das Gefühl, dem eigenen Leben äußerlich geworden zu sein. (Suhrkamp Verlag) Resonanzraum ist keine Harmoniezone.Resonanz meint nicht Wellness, Zustimmung oder Daueridylle, sondern eine Beziehung, die auch widerständig, irritierend und offen sein kann. Gerade darin liegt ihre Kraft: Sie verlangt Antwortfähigkeit statt Kontrolle. Ein echter Resonanzraum lässt sich deshalb nicht herstellen wie ein Produkt, sondern nur ermöglichen wie ein Gespräch. (ResearchGate) Bildung braucht mehr als Stoff – sie braucht Ansprechbarkeit.In der Bildungsforschung wird Resonanz als Gegenentwurf zu einer Schule verstanden, die nur noch Output, Tests und Taktung kennt. Lernen gelingt tiefer, wenn zwischen Lehrenden, Lernenden und Sache eine Beziehung entsteht, die Interesse, Lebendigkeit und Beteiligung hervorruft. Der Resonanzraum des Unterrichts ist damit kein dekorativer Zusatz, sondern die Bedingung dafür, dass Wissen überhaupt Bedeutung bekommt. (ResearchGate) Demokratie lebt von Resonanz, nicht nur von Reichweite.Politische Öffentlichkeit funktioniert nicht allein über Sichtbarkeit, sondern darüber, ob Stimmen tatsächlich gehört, beantwortet und in gemeinsame Aushandlung überführt werden. Neuere Arbeiten zur Demokratie als Resonanzsphäre betonen, dass öffentliche Räume Orte sein müssen, in denen Menschen affektiv und sprachlich anschlussfähig bleiben. Wo das misslingt, zerfällt Öffentlichkeit in nebeneinanderliegende Monologe. (Wiley Online Library) Digitale Resonanz kann in Echokammern kippen.Das Netz verspricht Anschluss in Echtzeit, doch dieselbe Infrastruktur kann einen Resonanzraum verengen, bis nur noch

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Nachhaltig Investieren

Wenn du in einen nachhaltigen ETF investierst, unterstützt du gezielt Firmen, die soziale oder ökologische Standards einhalten. Diese Unternehmen erhalten mehr Kapital und wachsen. Firmen, die nicht nachhaltig handeln, geraten unter Druck, sich zu verändern. Durch dein Geld wird die Nachfrage nach nachhaltigen Geschäftspraktiken erhöht. Viele Investoren erzeugen so gemeinsam einen Wandel im Markt. Du übst also Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft aus. So wird deine Investition zu einem Hebel für eine nachhaltigere Welt. ETFs, also börsengehandelte Fonds, bündeln viele verschiedene Aktien oder Anleihen in einem einzigen Produkt. Sie werden wie Aktien an der Börse gehandelt und ermöglichen es, breit gestreut in Märkte zu investieren. Dabei bilden sie meist einen bestimmten Index, wie etwa den DAX, nach. Wenn du in nachhaltige ETFs investierst, fließt dein Geld in Unternehmen, die zum Beispiel erneuerbare Energien fördern, faire Arbeitsbedingungen sicherstellen oder CO2-Emissionen reduzieren. Du wirst dadurch Miteigentümer dieser Firmen, profitierst von deren Erfolg und lenkst Kapital dorthin, wo es ethisch und ökologisch wirkt. So wird dein Investment zur aktiven Unterstützung nachhaltiger Zukunft.

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